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Tanz Kongress 2022 | Mainz | Sharing potentials

Dance and the Poetics of Diaspora – Facing Outward

Mit: Thomas DeFrantz, Dahlia Dixon Li
Workshop Open Calls
Fr. 17.6. | 16:30 bis 18:00 | Probebühne 2 – Staatstheater Mainz
Sprache
Barrierefreiheit
EN
Barrierefrei

Probebühne 2

Probebühne 2 – Staatstheater Mainz
Gutenbergplatz 7
55116 Mainz
Route (Google Maps)

Die verkörperte Poetik der Diaspora und ihre Ränder waren und sind immer offensichtlicheren und andauernden Verletzungen durch den Kolonialismus ausgesetzt – wie kann sie darauf reagieren? Wir wissen, dass die Körpererfahrungen der Diaspora uns helfen können, bessere gemeinsame Wege zu finden.

Der Begriff "Diaspora" steht für die Entfernungen, die Erinnerung und Körper zurücklegen, um nach der Vertreibung ein Gefühl von Heimat zu finden. Gemeinsam werden wir uns diasporische Tanzkunst und -erfahrung bewusstmachen – und wir sind dabei besonders dankbar für eine gelebte Diasporakultur, für ihre Geschichten, ihre schwarzen Ausdrucksformen. Vor allem für Künstler:innen, die sich selbst als BIPOC+ identifizieren, wollen wir einen ,heiligen Raum‘ schaffen.

Auch wenn der diasporische Verlust – der Verlust der Heimat, der Verlust der Sprache, der Verlust der Gemeinschaft oder der Verlust der Kultur – zu Projekten nationaler Konsolidierung, nationaler Definition oder Ausgrenzung führen könnte, interessiert uns mehr, das zu untersuchen, was die Wissenschaftlerin Nadia Ellis das „queere Anderswo der Diaspora“ nennt. Für Ellis entsteht das queere Anderswo der Diaspora aus einer „diasporischen Ästhetik und Subjektivität, die auf ein anhaltendes Gefühl der Unzulänglichkeit bestehender Zugehörigkeit reagiert“. Die Praktiken eines queeren Anderswo „sind mächtig in dem Potenzial, das sie hervorbringen, ein Potenzial, das bei der Ankunft in einem neuen und befriedigenden Raum des Exils eher in der Schwebe bleibt als dass es sich auflöst.“

Durch angeleitete Übungen und den Austausch in der Gruppe werden die Teilnehmer:innen ihre eigenen persönlichen Archive der Diaspora ausgraben, seien es Geschichten, Bilder, Bewegungspraktiken, kulturelle Traditionen oder einfach der Wunsch, mit anderen Träumer:innen des Exils zusammen zu sein, um gemeinsam zu erforschen, was das Anderswo der Diaspora dem Tanz in einer politisch angespannten Gegenwart zu bieten hat.


Credits:
Thomas F. DeFrantz: Professor für Theater und Performance an der Northwestern University
Dahlia (Dixon) Li: Künstlerin und Doktorandin an der University of Pennsylvania

Participants