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Tanz Kongress 2022 | Mainz | Sharing potentials

Is This Appropriate? Where Does the Homage End and the Parody Begin? - Musings on Cultural Appropriation

Von und mit: Amelia Uzategui Bonilla, Joana Tischkau
Austausch - Exchange Dancers as Experts
Sa. 18.6. | 11:30 bis 13:00 | Orchestersaal – Staatstheater Mainz
Sprache
Barrierefreiheit
EN
Bewegung

Orchestersaal

Orchestersaal – Staatstheater Mainz
Gutenbergplatz 7
55116 Mainz
Route (Google Maps)

In der Avantgarde der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts nutzte man Aneignung als übergriffige Aktion, um die Zeichen und die Sprache der dominanten Elite zu gebrauchen und missbrauchen. Heute bedeutet kulturelle Aneignung die Nichtanerkennung oder unangemessene Verwendung der Sitten, Gebräuche, Ideen usw. von Gruppen, ohne deren Zustimmung, auf Kosten von Stereotypenbildung und kulturelles Erbe auslöschend. Kulturelle Aneignung funktioniert im Rahmen eines Machtungleichgewichts. Sie findet, ohne Bewusstsein für die Diskriminierung, der sich die Träger der kulturellen Einflüsse ausgesetzt sehen, statt. Im Jahr 2022 kann die kulturelle Aneignung nicht mehr unter dem Deckmantel der Kunst versteckt werden. Sie ist eine Form von Neo-Kolonialismus und findet in unserer Gesellschaft immer noch statt.

Diese Veranstaltung lädt zu einem Austausch über Nuancen kultureller Aneignung ein, die durch Joana Tischkaus “Colonastics” (2020) erfahren werden, einem schweißtreibenden Workout, das verspricht, Körper, Geist und Seele zu dekolonisieren. In Zusammenarbeit mit der Tanzkünstlerin und Bewegungsvermittlerin Amelia Uzategui, werden die Teilnehmer:innen aufgefordert, Stereotypen von Weißsein zu etablieren und sich an kultureller Auslöschung zu beteiligen, um zu einem neuen Tanz-Fitness-Phänomen beizutragen, das sich zeitgenössischer kultureller Referenzen aus dem weißen Tanz bedient und so zu einem Diskurs einer scheinbaren Befreiung beiträgt. Anschließend wird in Kleingruppen anhand von Beispielen aus Theorie, Kunst und Populärkultur diskutiert.

Participants