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Tanz Kongress 2022 | Mainz | Sharing potentials

Sian / 21 Questions

Von und mit: Tatiana Gueria Nade / Nadine Mckenzie | Unmute Dance Company | Tickets für Nicht-Akkreditierte über www.staatstheater-mainz.com
Performance Transcendence Künstlerisches Programm
Fr. 17.6. | 18:00 bis 19:00 | Kleines Haus – Staatstheater Mainz
Sprache
Barrierefreiheit
EN
Barrierefrei Induktionsschleife

Kleines Haus

Kleines Haus – Staatstheater Mainz
Gutenbergplatz 7
55116 Mainz
Route (Google Maps)

Sian

"Eine Stimme. Voller Schmerz, Hass und mit einem verwundeten Herzen… Sian bedeutet in Ouobe, der Sprache eines ivorischen Volkes, dessen Dorf im Westen des Landes liegt, Narbe. Es erzählt die Geschichte eines naiven, unschuldigen Mädchens, dem es an Liebe und Freiraum fehlt, um sich zu entfalten und sich frei auszudrücken. Sian ist die Geschichte von Frauen, die als Waren betrachtet werden, als Sexobjekte für die flüchtige Begierde und den Missbrauch durch Männer, die an ihnen allein ihr Ego befriedigen.

Ich schreie meinen Schmerz, ich schreie meine Narben hinaus, aber meine Stimme will nicht durchdringen, trotz der Tränen, die wie Säure auf meinem Gesicht brennen. Ich bestehe aus zwei, drei, vier, vielen Narben... ein Leben voller Wunden und Qualen. Ich bin eine Frau und ich will gehört werden.
Wegen der Unmöglichkeit zu sprechen und einer Gesellschaft, die für unsere Schreie taub ist, begleiten verschiedene Voice-overs dieses Stück: Einerseits ein Manifest, das ich in Bambara (einer Sprache, die vor allem in Mali gesprochen wird) verfasst habe und andererseits ein Auszug aus einem Interview mit der französischen Schauspielerin und Regisseurin Delphine Seyrig (1972) über Sexismus.
Getragen von diesen Worten der Wut und vom Erwachen des Bewusstseins, befreit sich mein Körper. Mein Körper schreit. Durch diese ohrenbetäubende Schreie spricht mein Körper wieder, ein Ausbruch von Bewegungen. Sian ist ein kathartisches Solo.”

Credits:

Choreografie und Performance: Tatiana Gueria Nade
Licht: Claire Legrand
Produktion: L’échangeur CDCN Hauts-de-France

21 Questions

21 Questions ist ein autobiografisches Solo der Künstlerin Nadine Mckenzie vom Unmute Dance Theatre, einer der wichtigsten und innovativsten integrativen Tanzkompanien in Südafrika. Es verbindet visuelle Kunst, Klangdialog und Tanz und untersucht so die sogenannte „Trapped Mentality“, mit der die Gesellschaft Menschen mit Behinderungen immer noch in Schubladen steckt.
Ihre eigenen Erlebnisse mit ihrer Behinderung nutzt die Tänzerin wie einen Katalysator, um einen Dialog über Fragen der Zugehörigkeit und Unabhängigkeit zu eröffnen – insbesondere für Menschen, die mit Behinderungen in einer nicht integrativen und sie ausschließenden Gesellschaft leben.

Nadine Mckenzie lebt seit ihrem Kleinkindalter mit einer Behinderung. Von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter wurde sie mit seltsamen Fragen konfrontiert, die davon ausgehen und suggerieren, Menschen mit Behinderungen seien eine andere Spezies. 21 Questions (21 Fragen) setzt sich mit diesen Stereotypen über Behinderungen auseinander, mit Fragen, die tatsächlich Menschen an Menschen mit Behinderungen gestellt haben.
Das Stück wurde ursprünglich 2015 entwickelt und in Kapstadt, Südafrika, aufgeführt. Im Jahr 2018 hatte es seine Weltpremiere auf dem NO LIMITS Festival in Berlin.


Credits:

Choreografie und Performance: Nadine Mckenzie
Puppenspieler: Yaseen Manuel

Participants