Zum Hauptinhalt

Diese Website verwendet Cookies für eine optimale Benutzererfahrung.
Lesen Sie unsere Cookie-Erklärung

Tanz Kongress 2022 | Mainz | Sharing potentials

A Trip around My Navel / Sian / 21 Questions

Von und mit: Julie Iarisoa / Tatiana Gueria Nade / Nadine Mckenzie | Unmute Dance Company | Tickets für Nicht-Akkreditierte über www.staatstheater-mainz.com
Performance Transcendence Künstlerisches Programm
So. 19.6. | 16:00 bis 17:30 | Bühne Großes Haus – Staatstheater Mainz
Sprache
Barrierefreiheit
EN
Induktionsschleife Barrierefrei

Bühne Großes Haus

Bühne Großes Haus – Staatstheater Mainz
Gutenbergplatz 7
55116 Mainz
Route (Google Maps)

A Trip around My Navel

Ein Solo über Einsamkeit und Isolation ... ein unsichtbares und peinliches Übel, das an einer Gesellschaft nagt, die mitten im Umbruch ihrer technologischen Kommunikation ist ... Einsamkeit aufgrund von Differenz, Angst vor Differenz, aufgrund von Prekarität, gesellschaftlichem Status, Ungleichheit... aufgrund der geografischen Lage ... gewünschte oder erzwungene Einsamkeit ... Dieses Stück ist eine Reise in die Tiefen dieser Einsamkeit und Isolation.

Sie beginnt sich hinzulegen. Ist sie tot? Betrunken? In Ohnmacht gefallen? Krank? So beginnt Julie Iarisoas Stück. Ein Brautschleier, Papierschiffchen, rote Flaschen bedecken den Boden. Julie Iarisoas Tanz ist ihr Ebenbild. Kompakt, schnell, intensiv. Und doch findet sie eine Leichtigkeit der Gesten, Momente des Atmens und der Langsamkeit ... In ihren ruhigen Momenten entsteht eine sonderbare Poesie. Die Tänzerin erschafft ein sonderbares Universum, traumhaft und poetisch, intensiv und dunkel zugleich. Wenn sie sich mit menschlicher Not befasst, die durch Einsamkeit, körperliche und / oder geistige Isolation verursacht wird, berührt sie, indem sie das Reich der Kindheit heraufbeschwört. Eine Einladung, unsere Kinderseele zu finden, um uns nicht zu verlieren?

In dieser Vorstellung kommen hohe Lautstärke und sehr hohe Töne zum Einsatz. Es wird rote Flüssigkeit verwendet.

A Trip around My Navel wird außerdem am Sa 18.6. als Soloperformance gezeigt.

Credits:

Choreografie und Performance: Julie Iarisoa
External View: Patrick Acogny
Musik: Benoit Mardelle, Bruno Lasnier

Sian

“Eine Stimme. Voller Schmerz, Hass und mit einem verwundeten Herzen… Sian bedeutet in Ouobe, der Sprache eines ivorischen Volkes, dessen Dorf im Westen des Landes liegt, Narbe. Es erzählt die Geschichte eines naiven, unschuldigen Mädchens, dem es an Liebe und Freiraum fehlt, um sich zu entfalten und sich frei auszudrücken. Sian ist die Geschichte von Frauen, die als Waren betrachtet werden, als Sexobjekte für die flüchtige Begierde und den Missbrauch durch Männer, die an ihnen allein ihr Ego befriedigen.

Ich schreie meinen Schmerz, ich schreie meine Narben hinaus, aber meine Stimme will nicht durchdringen, trotz der Tränen, die wie Säure auf meinem Gesicht brennen. Ich bestehe aus zwei, drei, vier, vielen Narben... ein Leben voller Wunden und Qualen. Ich bin eine Frau und ich will gehört werden.
Wegen der Unmöglichkeit zu sprechen und einer Gesellschaft, die für unsere Schreie taub ist, begleiten verschiedene Voice-overs dieses Stück: Einerseits ein Manifest, das ich in Bambara (einer Sprache, die vor allem in Mali gesprochen wird) verfasst habe und andererseits ein Auszug aus einem Interview mit der französischen Schauspielerin und Regisseurin Delphine Seyrig (1972) über Sexismus.
Getragen von diesen Worten der Wut und vom Erwachen des Bewusstseins, befreit sich mein Körper. Mein Körper schreit. Durch diese ohrenbetäubende Schreie spricht mein Körper wieder, ein Ausbruch von Bewegungen. Sian ist ein kathartisches Solo."

Credits:

Choreografie und Performance: Tatiana Gueria Nade
Licht: Claire Legrand
Produktion: L’échangeur CDCN Hauts-de-France

21 Questions

21 Questions ist ein autobiografisches Solo der Künstlerin Nadine Mckenzie vom Unmute Dance Theatre, einer der wichtigsten und innovativsten integrativen Tanzkompanien in Südafrika. Es verbindet visuelle Kunst, Klangdialog und Tanz und untersucht so die sogenannte „Trapped Mentality“, mit der die Gesellschaft Menschen mit Behinderungen immer noch in Schubladen steckt.
Ihre eigenen Erlebnisse mit ihrer Behinderung nutzt die Tänzerin wie einen Katalysator, um einen Dialog über Fragen der Zugehörigkeit und Unabhängigkeit zu eröffnen – insbesondere für Menschen, die mit Behinderungen in einer nicht integrativen und sie ausschließenden Gesellschaft leben.

Nadine Mckenzie lebt seit ihrem Kleinkindalter mit einer Behinderung. Von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter wurde sie mit seltsamen Fragen konfrontiert, die davon ausgehen und suggerieren, Menschen mit Behinderungen seien eine andere Spezies. 21 Questions (21 Fragen) setzt sich mit diesen Stereotypen über Behinderungen auseinander, mit Fragen, die tatsächlich Menschen an Menschen mit Behinderungen gestellt haben.
Das Stück wurde ursprünglich 2015 entwickelt und in Kapstadt, Südafrika, aufgeführt. Im Jahr 2018 hatte es seine Weltpremiere auf dem NO LIMITS Festival in Berlin.

Credits:

Choreografie und Performance: Nadine Mckenzie
Puppenspieler: Yaseen Manuel

Participants