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Tanz Kongress 2022 | Mainz | Sharing potentials

El-la / Buyit / Energy

Von und mit: Yansi Méndez Bautista / Adrián Arriaga / Agathe Djokam Tamo | Tickets für Nicht-Akkreditierte über www.staatstheater-mainz.com
Performance body-landscapes Transcendence Künstlerisches Programm
So. 19.6. | 19:30 bis 20:30 | Kleines Haus – Staatstheater Mainz
Sprache
Barrierefreiheit
EN
Barrierefrei Induktionsschleife

Kleines Haus

Kleines Haus – Staatstheater Mainz
Gutenbergplatz 7
55116 Mainz
Route (Google Maps)

El-la

Die szenische Performance El-la drückt die Sehnsucht aus, ein zugleich persönliches und universelles Gefühl zu teilen – in Zeiten, in denen die Welt von der andauernden Pandemie, von Krisen und Ungewissheiten erschüttert wird. Nach C.G. Jung sind Körper auf der Suche nach ihrem körperlichen, geistigen, emotionalen und spirituellen Gleichgewicht.

Angeregt davon setzt sich Yansi Méndez Bautista in dieser autobiografisch geprägten Arbeit mit ihrer eigenen Geschichte auseinander: Geboren mit einer körperlichen Behinderung, konnte sie in den ersten Jahren ihres Lebens kaum laufen und war auf orthopädische Gehhilfen angewiesen. Entgegen der damaligen ärztlichen Prognose bewegt sie sich heute ohne Einschränkungen und wurde Tänzerin.

In El-la nutzt Yansi Méndez Bautista ihre alten Gehhilfen als Symbol für individuelle Körperlichkeit, Verwundbarkeit und den starken eigenen Willen. Ihr Stück zeigt, dass auch der Verlust des inneren und äußeren Gleichgewichts ein Teil unserer Existenz sein kann. El-la ist eine Liebeserklärung an den verletzlichen Körper in all seinen Facetten.

Credits:

Choreografie und Performance: Yansi Méndez Bautista

Buyit

In seiner Performance Buyit lädt der Tänzer und Choreograf Adrián Arriaga Madrigal das Publikum ein, Zuschauer:in eines Dekonstruktionsspiels zu sein. Darin erforscht er Wege durch Erinnerungen, analysiert im Unbewussten verankerte Verhaltensweisen und spielt damit, sie durch den Körper und das durch ihn geschaffene Bild neu zu interpretieren.

Der Tänzer bewegt sich in Zeitlupe und folgt dem Weg seines Egos, um die gesellschaftliche Konstruktion - Wünsche und Illusionen, die wir nicht immer erkennen - zu hinterfragen. Denn wie oft werden diese durch sorgfältig vom Markt berechnete Mechanismen geweckt. Die Aufmerksamkeit liegt darauf, durch dieses Ritual den Weg zur Katharsis, zur Befreiung zu gehen. „Ich glaube, ich bin das Zentrum des Universums, alles dreht sich um mich, ich bin meine Welt“ – wir sehen den Künstler in einem Duell, in einer körperlichen und geistigen Dauerschleife der Bewegungsmuster.

Credits:

Choreografie und Interpretation: Adrián Arriaga

Energy

“Zu diesem Tanzprojekt, das ich als Plädoyer für Engagement und Entschlossenheit angesichts der Prüfungen des Lebens verstehe, wurde ich inspiriert durch eine Situation, in der ich vor der Entscheidung stand, wählen zu müssen zwischen einem Pflegestudium und dem Beruf der Tänzerin.

Diese Herausforderung war mit zahlreichen Irritationen und quälenden Momenten verbunden. Ich möchte deshalb in meiner Arbeit die Entschlossenheit und die Motivation teilen, die mir halfen, an meine Wahl zu glauben und nicht aufzugeben. Angesichts einer wichtigen Entscheidung braucht man eine besondere Kraft, um positiv zu denken und stets bereit zu sein, neu anzufangen.

Meine Tanzsprache ist eine Mischung aus zeitgenössischem Tanz, Hip-Hop und Grundlagen des afrikanischen Tanzes. Auf der Bühne helfen mir eine Trittleiter aus Metall und ein Springseil meine Gedanken zu materialisieren und zu verfremden. Das Einbeziehen der Trittleiter kreiert Formen und Bewegungen, die es mir ermöglichen, meine Emotionen und Absichten in Bezug auf das Thema Energie in einen künstlerischen Prozess zu gießen. Physische und innere Energie bringen Raum, Material und Zeit miteinander in Einklang.”

In dieser Vorstellung kommt hohe Lautstärke zum Einsatz.

Credits:

Choreografie und Performance: Agathe Djokam Tamo